Insektengiftallergie: Behandlung

Insektengiftallergie: Behandlung Insektengiftallergie: Auf schnelle Hilfe kommt es an

Wer bekanntermaßen unter einer Insektengiftallergie leidet, sollte immer ein Notfallset bei sich tragen. So kann im Ernstfall die Akutbehandlung schnell eingeleitet werden. Wer jedoch die Ursache der Allergie behandeln will, der kann sich einer sogenannten Hyposensibilisierung unterziehen. Dabei wird das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt.

Insektengiftallergie: Notfallset

Menschen, die wissen, dass sie allergisch auf Insektenstiche reagieren, sollten für den Fall der Fälle stets gewappnet sein. Denn egal ob beim Joggen, Rad fahren oder daheim im Garten: Wer sich im Freien aufhält, könnte jederzeit gestochen werden. Deshalb sollten Allergiker immer ein Notfallset griffbereit haben. Und wenn auch Freunde und Verwandte über die Allergie Bescheid wissen, können sie im Ernstfall richtig reagieren.

Das Notfallset bekommen Sie von Ihrem Arzt und enthält meistens folgende Arzneimittel:

  • Ein Antihistaminikum,
  • ein Kortisonpräparat sowie
  • eine Adrenalinspritze

Wie genau die Zusammensetzung des Notfallsets im Einzelfall aussieht, hängt auch vom Schweregrad der Allergie ab. In der Regel enthält das Set auch eine Pinzette, um gegebenenfalls den Insektenstachel aus der Haut zu ziehen sowie eine Binde. Damit kann der Bereich über der Einstichstelle abgebunden werden.

Wichtig: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ausführlich über die Anwendung des Notfallsets aufklären!

Hyposensibilisierung

Notfallset und andere Akutmaßnahmen, wie das Auftragen von Gel mit antihistaminer Wirkung, das Schwellung und Rötung lindert und auch gegen den Juckreiz hilft, richten sich gegen die Symptome nach einem Insektenstich. Wer die Ursache für seine Allergie behandeln will, für den kommt die sogenannte Hyposensibilisierung infrage.

So reagieren Sie im Notfall richtig

  • Bei bekannter Insektengiftallergie Notfallset benutzen
  • Vor allem bei Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks Notarzt verständigen

Durch diese spezifische Immuntherapie soll der Körper lernen, sich an die allergieauslösenden Stoffe aus dem Insektengift oder dem Mückenspeichel zu gewöhnen. So soll die Reaktion des Immunsystems nicht mehr so stark ausfallen. Die relevanten Allergene werden dem Patienten in steigender Dosis verabreicht. Die Therapie kann dabei mittels Injektion oder Tabletten erfolgen.

Gut zu wissen: Die Hyposensibilisierung kann sich über Jahre erstrecken. Die Erfolgsrate spricht jedoch für die Therapie: In 90 Prozent der Fälle ist sie erfolgreich.